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Wenn brachliegendes Land zu neuem Lebensraum wird

Kautschuk gilt gemeinhin als Industrierohstoff, doch seine Gewinnung kann weit mehr leisten als nur Reifen und Dichtungen zu liefern. Am Beispiel der Düsseldorfer TIMBERFARM GmbH zeigt sich, wie eine durchdachte Plantagenwirtschaft aus verlassenem, ungenutztem Land wieder lebendige Ökosysteme entstehen lässt und dabei gleichzeitig als nachhaltige Anlageform funktioniert. Das Unternehmen, das seit 2012 in Panama aktiv ist, hat sich dabei einem Prinzip verschrieben, das ökonomische und ökologische Interessen selten so eng miteinander verknüpft. Anlegern bietet sich hier die Möglichkeit, mit ihrem Kapital direkt in die Wiederaufforstung von Flächen zu investieren, die zuvor jahrelang brachlagen, und damit an einer Wertschöpfung teilzuhaben, die Umwelt und Rendite nicht gegeneinander ausspielt.

Vom vergessenen Acker zur Plantage – Die Arbeit der TIMBERFARM GmbH

Wer durch die panamaische Provinz reist, stößt immer wieder auf Flächen, die einst landwirtschaftlich genutzt wurden und dann aus unterschiedlichen Gründen aufgegeben worden sind. Solche Böden erholen sich meist nur langsam von selbst, oft verarmen sie zusehends und verlieren an Struktur und Nährstoffgehalt. Statt für neue Plantagen wertvolle Regenwaldflächen zu roden, konzentriert sich die TIMBERFARM GmbH bewusst auf diese vernachlässigten Areale und verwandelt sie schrittweise in produktive Kautschukbestände. Der Verzicht auf Rodung ist dabei kein Nebeneffekt, sondern fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie, die eng mit der panamaischen Umweltbehörde abgestimmt wird.

Der Effekt dieser Herangehensweise reicht weit über die reine Rohstoffgewinnung hinaus. Sobald Kautschukbäume auf einer solchen Fläche Wurzeln schlagen, beginnt ein Prozess, den man getrost als ökologische Wiedergeburt bezeichnen kann. Das Wurzelwerk stabilisiert den Boden und verhindert Erosion, während abgefallenes Laub und organisches Material den Humusgehalt langsam wieder aufbauen. Mit der Zeit siedeln sich Insekten, Vögel und Kleinsäuger an, für die karge, offene Flächen zuvor kaum Lebensraum geboten hatten. Eine Plantage ist damit weit entfernt von der Vorstellung einer sterilen Monokultur, wie sie in der öffentlichen Wahrnehmung mitunter existiert.

Ein Wald, der arbeitet

TIMBERFARM GmbH: Der wirtschaftliche Nutzen von Naturkautschuk.
TIMBERFARM GmbH: Der wirtschaftliche Nutzen von Naturkautschuk.

Besonders bemerkenswert ist, dass der wirtschaftliche Nutzen und der ökologische Mehrwert in diesem Modell keine Gegensätze bilden, sondern sich gegenseitig bedingen. Kautschukbäume werden über viele Jahre hinweg angezapft, ohne dabei gefällt zu werden, und stehen damit über Jahrzehnte als lebendiger Bestandteil der Landschaft zur Verfügung. Diese lange Standzeit unterscheidet die Kautschukwirtschaft grundlegend von schnelllebigeren Anbauformen und schafft die Voraussetzung dafür, dass sich über die Jahre stabile kleine Ökosysteme innerhalb der Plantagen etablieren können. Erst wenn ein Baum am Ende seiner Produktivität angelangt ist, wird sein Holz verwertet, ein Umstand, der der TIMBERFARM GmbH zusätzlich eine zweite wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeit neben dem eigentlichen Naturkautschuk eröffnet.

Die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden sorgt zudem dafür, dass die Bewirtschaftung nicht auf Kosten der Umgebung geschieht. Neue Anbauflächen werden nicht willkürlich ausgewählt, sondern in Abstimmung mit ökologischen Vorgaben entwickelt, sodass empfindliche Naturräume unangetastet bleiben. So entsteht ein Geflecht aus Plantagen, Baumschulen und angrenzenden Flächen, das sich in seiner Gesamtheit deutlich von den intensiv bewirtschafteten Monokulturen unterscheidet, die man aus anderen Teilen der Welt kennt.

Mehr als nur Rohstoffgewinnung

Der eigentliche Wert dieses Ansatzes zeigt sich vor allem im Vergleich. Ließe man die betroffenen Flächen weiterhin ungenutzt und der Verwahrlosung überlassen, würde sich an ihrer ökologischen Verarmung wenig ändern. Durch die gezielte Bepflanzung mit Kautschukbäumen entsteht hingegen ein Kreislauf, von dem gleich mehrere Seiten profitieren. Der Boden gewinnt an Substanz, das Mikroklima verändert sich durch den entstehenden Blätterschirm spürbar, und Tierarten finden Rückzugsräume, die vorher schlicht nicht existierten. Gleichzeitig bleibt die Fläche wirtschaftlich aktiv und liefert über Jahrzehnte einen gefragten Rohstoff, der in unzähligen Alltagsprodukten steckt, von Reifen über medizinische Handschuhe bis zu Dichtungen und Schläuchen.

Dass Naturkautschuk von der EU-Kommission bereits als kritischer Rohstoff eingestuft wurde, unterstreicht zusätzlich, wie relevant verlässliche und zugleich umweltschonende Anbaumethoden für die Zukunft sind. Die TIMBERFARM GmbH, die auf genau diese Kombination setzt, liefert damit ein Modell, das sich potenziell auf weitere Regionen und Rohstoffe übertragen lässt.

TIMBERFARM GmbH: Ein Modell mit Ausstrahlung

Am Ende steht die Erkenntnis, dass wirtschaftliche Nutzung und ökologische Aufwertung sich nicht zwangsläufig ausschließen müssen. Wo früher aufgegebenes, kaum noch nutzbares Land lag, wächst heute ein Bestand heran, der Kohlenstoff bindet, Böden stabilisiert und neuen Lebensraum für zahlreiche Arten schafft, während er gleichzeitig einen international gefragten Rohstoff liefert. Die TIMBERFARM GmbH zeigt mit ihrem Engagement in Panama, dass sich Plantagenwirtschaft und Naturschutz durchaus miteinander vereinbaren lassen, sofern der Umgang mit der Fläche von Anfang an mit Bedacht gestaltet wird. Für eine Branche, die international zunehmend unter Beobachtung steht, dürfte dieses Beispiel richtungsweisend sein.

Die Timberfarm GmbH im Netz